Rollifreunde Weil am Rhein e. V.
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Info(at)RollifreundeWeilamRhein.de / Update 17.08.2021
2013 Drei ländereck

Projekttage an der  Realschule Dreiländereck

 6. und 8. November 2013

Weil am Rhein (ans).
„Wir sind nicht, sondern wir werden behindert“

Rollifreunde Weil besuchen Achtklässler der Realschule Dreiländereck

Das Schicksal kann jeden treffen – aus ganz unterschiedlicher Richtung. „Bei mir war es eine Polio-Erkrankung in der Kindheit, die mich nach und nach lähmte“, erzählt Rosa Kamerling, Vorsitzende der Weiler Rollifreunde. Bei anderen ist es ein Verkehrsunfall oder eine missglückte Operation, die an den Rollstuhl fesselt. Mit welchen Behinderungen Rollstuhlfahrer dann im Alltag klar kommen müssen und was ein Leben im Rollstuhl bedeutet, darüber informierten vier Mitglieder der Rollifreunde kürzlich im Rahmen des Projektes „Soziales Engagement“ Achtklässlern der Realschule Dreiländereck.

Dabei machten die Rollstuhlfahrer den Schülern deutlich, dass sie sich selbst gar nicht behindert fühlten, sondern vielmehr häufig behindert würden. Als Beweis für ihr selbstbewusstes Selbstverständnis präsentierten sie eine imposante Liste mit Sportmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer.

Aber gerade der Alltag mit hohen Bordsteinen, engen Türen, steilen Rampen und als Abstellkammer missbrauchten Behinderten-WCs lasse die Rollstuhlfahrer spüren, dass sie es schwerer haben und dass sie auf Hilfen angewiesen sind. „Sinnvoll ist es, wenn man uns fragt, wie man helfen kann“, appellierten sie an die Jugendlichen, keine Scheu zu haben, Rollstuhlfahrer anzusprechen.

Dann durften die Achtklässler selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, in einem Rollstuhl unterwegs zu sein. In einem kleinen Parcours, der im Foyer der Realschule aufgebaut war, testeten die Schüler mit acht von einem Weiler Sanitätshaus zur Verfügung gestellten Rollstühlen ihre Geschicklichkeit auf zwei Reifen. Vor allem ein kleines Wettrennen über eine Rampe machte den Heranwachsenden sichtlich Spaß.

„Das war gar nicht leicht, und ich finde es gut, dass man heute gemerkt hat, wie wertvoll und stolz sich die Rollstuhlfahrer trotz ihrer Behinderung fühlen“, fasste der Achtklässler Jonas am Ende der Veranstaltung seine Eindrücke zusammen.


Mazlum: Habe gelernt auf meinen Körper und meine Gesundheit zu achten.

 

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