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Info(at)RollifreundeWeilamRhein.de / Update 17.08.2021
Blindenhundeschule

Besuch der Blindenführhundeschule in Allschwil

Bericht von Gerda

Am Samstag, den 02. März 2013 besuchten wir die Blindenführhundeschule in Allschwil in der Schweiz.

Wir haben bewusst die Führung "Fiedes Assistenzhunde für Rollstuhlfahrer" für uns gebucht. Wir wurden von der Ausbilderin Frau Nathalie Corman 2 Stunden durch die Anlage geführt, sahen einen spannenden Film über so ein "Hundeleben" und erfuhren viele interessante Einzelheiten über diese "helfenden Hunde".

 Der Assistenzhund erwirbt in seiner Ausbildung Fähigkeiten, die den Behinderten weitgehend von fremder Hilfe unabhängig machen.

Er öffnet Türen und Schubladen, hilft beim An- und Auskleiden, hebt heruntergefallene Gegenstände vom Boden auf, bringt das Telefon, betätigt Lichtschalter,
räumt die Waschmaschine aus, holt Hilfe und vieles mehr.

Der Assistenzhund ermöglicht dem mobilitätsbehinderten Menschen eine bessere Lebensqualität.

In der Schweiz bekommen Rollstuhlfahrer nach einer Prüfung ausgebildete Hunde kostenlos zur Verfügung gestellt.

Doch bis aus einem kleinen Welpen ein hundertprozentiger Assistenzhund wird, ist es ein langer und arbeitsreicher Weg.

Die bevorzugte Rasse ist der Labrador Retriever. Die sorgfältig ausgewählten Hunde stammen aus der bewährten, schuleigenen Zucht der Blindenführhundeschule.

Die etwa sechsmonatige Ausbildung zum Assistenzhund ist anspruchsvoll.

Die Hunde erleben mit ihren Instruktoren eine liebevolle, vollständig gewalt

freie Erziehung mit ausgewählten Motivationstechniken und viel positiver Bestärkung.

Die Welpen verbringen die ersten 10 Wochen ihres Lebens in der Schule unter der Obhut von erfahrenen Tierpflegern.

 Das Ziel ist, aus behindertem Hundeführer und Assistenzhund ein Team zu bilden, das reibungsfrei und mit Freude zusammen arbeitet. Solange dieses Team besteht, wird es regelmäßig von unserer Schule betreut. So wird der Ausbildungsstand gehalten und eventuell neu auftretende Erfordernisse können berücksichtigt werden.

Nach 8 Jahren ist die "Arbeitszeit eines Assistenzhundes zu Ende und er darf in den sogenannten "Ruhestand" in eine Pflegefamilie wechseln. 

Äußerst spannend und anschaulich erzählte uns Frau Corman viele Details und beantwortete geduldig unsere Fragen.

Den Besuch dieser Einrichtung können wir sehr empfehlen.

Mittlerweile werden in Allschwil neben Blinden- und Assistenzhunden auch Sozialhunde (für Alten- und Pflegeheime, Demenzkranke usw.) und Hunde für Behinderte mit Autismus ausgebildet. 

 

 

 

Weitere Informationen erhaltet Ihr unter www.blindenhundeschule.ch

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