Rollifreunde Weil am Rhein e. V.
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Info(at)RollifreundeWeilamRhein.de / Update 09/10/2019
Opitz

Josephine Opitz  "Auf dem Laufsteg bin ich schwerelos",

Untertitel: "Mein Leben als Model im Rollstuhl". Auf der Vorderseite sind noch folgende Sätze zu finden: Der Weg ins Blitzlicht. Aufgeben? – Niemals! Wenn ich laufen könnte, wäre ich nicht so stark! Auf der Rückseite des Buches ist folgender Text: Aufgeben kommt für Josy nicht infrage. Auch wenn sie nie laufen konnte wie andere Kinder oder wie ihre Zwillingsschwester. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und kämpft für ihren großen Traum, als erstes Model bei der Berliner Fashion Week oder einer Haute-Couture-Show in Paris über den Laufsteg zu rollen. 

Lebensfroh und optimistisch berichtet sie vom Alltag mit einer Behinderung: "Damit die Menschen endlich aufhören, einen Rollstuhl immer nur mit Krankheit in Verbindung zu bringen" In einer außergewöhnlichen Reihe erzählen junge Menschen ihr Leben, ungefiltert, authentisch und direkt. Schicksale, die berühren und nachdenklich machen. Geschichten die man so noch nie gelesen hat. Im Klappentext steht: "Mann, du bist ja eigentlich ganz hübsch!" Ich erinnere mich noch genau an den Moment, an dem ich das zum ersten Mal dachte. Es war vor 8 Jahren: Ich saß in meinem Zimmer, eine Freundin flocht mir die Haare und schminkte mich, ich blickte in den Spiegel – und fand mich plötzlich schön! Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich eigentlich nie genau angeschaut. Ich hatte ein Gesicht, ich hatte Haare – ja und? Dass mein Gesicht hübsch und die Haare dicht, lang und blond waren, habe ich nie registriert. Bis zu diesem Moment! Ich guckte mir die Augen – und mochte mich. Weil etwas in mir genau in dieser Sekunde verstand, dass Schönheit und Rollstuhl sich nicht ausschließen müssen. Auszuleihen unter der Nummer: "6.6 Ryk Opitz, J"

Hier meine Rezension zum Buch von Opitz: Josephine Opitz kommt 1987 als Frühgeburt auf die Welt, wobei sie kurz nach der Geburt eine Gehirnblutung erleidet. Dies führt zu einer Behinderung, über deren Bewältigung bis im Jahre 2010 dieses Buch handelt. Es ist kurzweilig zu lesen und ich habe es mit einer Unterbrechung in 2 Sitzungen durchgelesen. Für mich persönlich sind allerdings diese 165 Seiten etwas zu sehr mit der Einstellung geschrieben "Oh, was bin ich toll!". Leider geht diese Einstellung durch das ganze Buch, ohne es zu hinterfragen oder selbstkritisch zu sehen. Fazit: es ist ein angenehmer Zeitvertreib, leicht zu lesen, wenn man keinen besseren Zeitvertreib hat.

 

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