Rollifreunde Weil am Rhein e. V.
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Info(at)RollifreundeWeilamRhein.de / Update 17/10/2017
SE Projekttage 2011

Zum dritten mal begleiteten die Rollifreunde Weil am Rhein die Projekttage "Soziales Engagement" an der Realschule

Die Weiler Zeitung : Vom Leben im Rollstuhl  
 

Projekttage der Realschule in Kooperation mit den Weiler Rolli-Freunden

 Weil am Rhein (sc). In der Realschule Dreiländereck lernen die Kinder und Jugendlichen nicht nur Rechnen und Schreiben. Bereits ab der 5. Klasse finden Projekttage statt, die mehr vermitteln als schulischen Lehrstoff. so versetzten sich jüngst Schüler der 8. Klasse in die Situation von Rollstuhlfahrern.  


 Die Schüler der Klasse 8 e der Realschule Dreiländereck versetzten sich in die Situation von Rollstuhlfahrern.
Foto: sc

 Für 30 Stunden im Jahr suchen sich Schüler der 8. Klassen eine Einrichtung, in der sie ein soziales Praktikum leisten können. Auftakt der diesjährigen Aktion waren die Empathie-Tage. Seit drei Jahren kommt Rosa Kamerling von den Rolli-Freunden Weil am Rhein mit ihren Mitstreitern Bernhard Gerdes und Uwe Reimann in die Schule, um die jungen Menschen über das Leben im Rollstuhl zu informieren und sie im Umgang mit Rollstuhlfahrern zu sensibilisieren.
Die Klasse 8e erwartete mit dem Sportler Jochen Gerbel auch ein Überraschungsgast, der gerne bereit war, Fragen zu seinen sportlichen Leistungen im Rollstuhl zu beantworten. Ich will den Schülern Mut machen und vermitteln, dass in jedem Menschen Potential steckt, das es zu entwickeln gilt, sagte Gerbel.
Wie kommt ein Mensch in den Rollstuhl? Antwort: Durch einen Unfall. Dass das nicht immer so ist, zeigten die Schilderungen der vier Betroffenen. Auch nach einer Operation, nach einer Grippe, durch Polio (Kinderlähmung) oder Spina bifida (Geburt mit offenem Rücken) kann man auf den Rollstuhl angewiesen sein. Aber, das Leben geht weiter, und der betroffene Mensch muss sich im Alltag zurecht finden.
Bernhard Gerdes zeigte in einem Lichtbildervortrag auf, mit welchen vielfältigen Hindernissen umgegangen werden muss, wo Schwierigkeiten im Umgang mit den Gesunden zustande kommen und wie diese gelöst werden können.
Gezeigt wurden auch viele Facetten der sportlichen Möglichkeiten, angefangen vom Skifahren und Rugby spielen bis hin zum Basketball oder Biken. Nach dem Vortrag hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und das Rollstuhlfahren auszuprobieren.
Voll komisch sei das, sagte die 13-jährige Nadine Pittorf. Vor allem sei das Koordinieren beim Fahren des Rollstuhles schwierig. Den ganzen Tag wäre das sicher sehr anstrengend. Jetzt macht es Spaß, aber für immer möchte ich nicht in so etwas sitzen meinte David Volkmann (14). Diejenige, die das müssten, würde er bedauern. Selbst das Schieben eines Rollstuhles sei eine ganz neue Erfahrung, stellte Niklas Treude fest: Ich fühle mich nicht wohl dabei.
Die Projekttage tragen zur sozialen Entwicklung der Jugendlichen bei, sie verändern den Blickwinkel, erläuterte Klassenlehrerin Elsbeth Geldermann, die den Mitgliedern der Rolli Freunde für ihr Engagement dankte.

Danke auch an die Weiler Zeitung und der Berichterstattung von Frau A.Indri-Werner


Die Badische Zeitung berichtet darüber:
Achtklässer erhielten Besuch von einem Weltmeister (veröffentlicht am 11. November 2011 auf badische-zeitung.de) Berichtet von Herrn A.Steineck 

 

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